Umweltgefährdung im Baruther Urstromtal durch geplante OPAL-Erdgastransportleitung und Verdichterstation Radeland
Die WINGAS Transport GmbH & Co. KG beabsichtigt die Errichtung einer zusätzlichen Erdgasleitung und der größten Verdichterstation im Landschaftsschutzgebiet "Baruther Urstromtal". Um dieses Vorhaben zu verhindern, ist Ihre Unterstützung erforderlich.
Aktuelles Plakat am Ortseingang von Radeland und im Baruther Kreisverkehr: Die Ängste der Bürger schlagen um in Wut und Enttäuschung
Die wichtigsten Ereignisse im Überblick
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am 5./6. Oktober 2009 fand die vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR) einberufene Erörterung (Anhörung) unter großem öffentlichen Interesse (siehe TV-Beiträge von ZDF und RBB) in Berstenland OT Niewitz (bei Lübben) statt. Betroffene Bürger machten von ihrem Recht Gebrauch ihre Einwendungen persönlich vorzutragen. Wingas gerät unter Druck. mehr...
Weiterhin wurde die Zahl der im LBGR eingegangenen schriftlichen Einwendungen mitgeteilt:
- 63 Einwendungen der Träger öffentlicher Belange (TöB-Behörden)
- 635 persönliche Einwendungen der Bürger mehr...
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mit Schreiben vom 10. September 2009 wurde den Vertretern der Bürgerinitiative die Gegenäußerung von Wingas zu den Einwendungen der Bürgerinitiative zugestellt, in der Wingas keine Zweifel an ihrem Vorhaben aufkommen lässt. Die Auswirkungen einer Gasverdichterstation der geplanten Bauart auf Mensch und Natur werden weiter ignoriert. Machen Sie sich selbst ein Bild:
Download Einwendungen unserer Bürgerinitiative
(175KB)
Download Gegenäußerung von Wingas
(1,92MB)
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Am 1.Juli 2009 wurden die Einwendungen der Bürgerinitiative sowie die gesammelten Persönlichen Einwendungen der Bürgerinnen und Bürger dem Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg übergeben. mehr...
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in den vergangenen, gut besuchten Informationsveranstaltungen unserer Bürgerinitiative "Baruth-OPAL.de" wurden folgende Kritikpunkte gegen das Vorhaben immer wieder laut:
- Keine Verlagerung der Umweltbelastungen - nach erfolgreichem Kampf der Bürgerinitiativen in Groß Köris nun 6 km längere Umgehungstrasse und Großverdichter im Raum Baruth/Mark!
- Keine Verdichteranlage mit Abgastemperaturen von mehr als 500 °C mitten im Kiefernwald (Brandgefährdungskategorie A1)!
- Keine Rodung von zusätzlichen Waldflächen und Umweltvernichtung!
- Kein CO2-Ausstoß in diesen Dimensionen!
- Keine zusätzlichen Lärmemissionen in Windrichtung zum Gewerbegebiet!
- Kein Einsatz alter Verdichtertechnologie mit nur 30% Wirkungsgrad!
- Keine Mittelquerung der Ortslage Radeland-Siedlung mit Erdgashochdruckleitung!
- Kein Großverdichter auf der gesamten Strecke Greifswald – Olbernhau (470 km)
mit 4 geplanten Gasturbinen ohne Alternativvarianten! (z.B. mehrere Standorte, Elektroverdichtertechnologie...)
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Gegen das dem Planfeststellungsverfahren vorgelagerte Raumordnungsverfahren sind im Abschlußbericht aus dem Raum Baruth 1013 Unterschriften aktenkundig: 900 Unterschriften und 75 persönliche Einwände - diese wurden aber von der Berlin-Brandenburger Gemeinsamen Landesplanung (GL) in Cottbus einfach ignoriert und Baruth/Radeland als raumverträglich erklärt!
Erhebliche zusätzliche Umweltbelastungen für die gesamte Region Baruth/Mark befürchtet:
- 535.000 Tonnen CO2-Ausstoß im Jahr (entspr. Jahres-Emission von 300.000 VW Golf)
- 500 °C Abgastemperatur - mitten in trockenster Region Deutschlands (Kiefernwald)
- Verbrennung von fossilem Rohstoff (-> Betrieb nur durch Kauf von CO2-Zertifikaten)
- Lärm von 4 geplanten Verbrennungsturbinen (baugleich Flugzeugturbinen) mit entsprechender Lärmbelästigung (unerträglich hohes Dauerpfeifen)
- 400 MW installierte Wärmeleistung (entspricht 65 mal Tropical Island)
- Hochdruckerdgasleitung mit 100 bar und 1400 mm Rohrdurchmesser durch Ortslage Radeland
Wir fordern zum Schutz der Menschen, Flora und Fauna und der gewachsenen Kulturlandschaft im Baruther Urstromtal:
- Einen stichhaltigen Nachweis der Notwendigkeit dieser OPAL Transportkapazitätserweiterung gegenüber JAMAL/JAGAL
- Die Darstellung der Umweltverträglichkeit unter Beachtung der Grundsätze des Klimaschutzes und der Raumordnung unter Beachtung der Vorbelastungen durch das holzverarbeitende Gewerbe in Baruth/Mark (unter Beachtung der von der Bundesregierung formulierten CO2-Einsparziele)
- Wir kritisieren das Raumordnungsergebnis der GL, das durch fehlerhafte Gutachten und Raumordnungsunterlagen (fehlende TA-Luft, widersprüchliche Angaben in TA-Lärm, falsch abgeleitete Annahmen von anderen Standorten (Windstatistik, Geländeprofil), falsche Entfernungsangaben, Rechenfehler, etc.) der Fa. WINGAS geprägt wurde
Wir fordern weiterhin:
- Keine zusätzliche Lärmbelastung in bereits vorbelastete Wohn- und Naherholungsgebiete
- Keine CO2-Umweltbelastung und Abgasemission in dieser Größenordnung durch mangelhaften Wirkungsgrad und durch Nutzung von fossilem Brennstoff
- Keine Anlage, die nur mit gekauften CO2 Zertifikaten betrieben werden kann
- Keine zusätzliche Abwärmeemission in ohnehin waldbrandgefährdeten Kiefernbeständen
- Keine zusätzliche Flächenvernichtung durch die geplante Trassenführung und den Verdichterstandort Radeland
- Kein zusätzlicher Baulärm und Schwerlast-Transporte in 23-monatiger Bauzeit
Wir erwarten vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe in Cottbus:
- Eine fristgemäße und verständliche Information aller Bürger
- Die Durchsetzung umweltschonender Trassenverläufe und Verdichtertechnologien
- Variantenvergleich von kleineren, verteilten Verdichterstationen mit umweltverträglicher Verdichtertechnologie an Stelle eines Großverdichters (15% Energieeinsparung)
- Einbeziehung der genehmigten NORDAL-Trasse von Greifswald bis Berlin
- Die Umsetzung der EU-Umweltziele und einen schonenden Umgang mit den Ressourcen
- Die Unterlassung von Enteignung und Nutzungsbeschränkung von Grundstückseigentümern
- Die Unterlassung von Gesundheitsgefährdungen für Anwohner und die Schonung der Landschafts- und Naturschutzgebiete
- Die Ablehnung der Trassierung der Hochdruckgasleitungen durch die Ortslage Radeland Siedlung
Bürgerinitiative Baruth-OPAL.de
Vertreten durch:
Peter Trinks, Werner Molsner, Dr. Michael & Frank Bachmann
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